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Schiebern auf der Spur

Malte Zierenberg (Hg.)
Schiebern auf der Spur
Eine Berliner Gerichtsakte von 1941
Reihe: BerlinBerlin
Auflage: 1
Umfang: 180
Format: 15,5 x 21 cm
Ausstattung: Klappenbroschur
Abb.: 20
ISBN: 978-3-940621-45-0
Versand: kostenlos
Preis enthält 7% MwSt.
Spannend wie ein Krimi ...

Bewertung: 4.8/5 (14 Stimmen)

19,99 €(inkl. 7 % MwSt.)

Inhalt

 Nach 1945 sicherte der Schwarzhandel das Überleben vieler Deutscher. Doch die illegale Schattenwirtschaft prägte schon lange zuvor das NS-Reich; die „Schieber“ machten ihre Geschäfte – drakonisch bekämpft, aber kaum zu kontrollieren. Der
Begriff „Schieber“ weckt heute viele Assoziationen: Männer mit hochgeschlagenem Mantelkragen, Zigaretten als Schwarzmarktwährung, Drogen, Prostitution, Halbwelt. Aber das Buch über Schieber in Berlin ist keine weitere krimihafte Variante des „Dritten Mannes“. Die Realität ist spannender: Der Band konzentriert sich auf eine umfangreiche Akte der Berliner Staatsanwaltschaft aus der Kriegszeit. Anhand von Berichten der Kriminalpolizei, Verhörprotokollen aber auch Briefen und anderen Dokumenten rekonstruieren die Autoren den Fall eines Schiebers und seiner Tauschpartner. Zugleich spüren sie den Kontexten der Geschichte nach und fragen nach der nationalsozialistischen Volksgemeinschaftsvorstellung, wie sie in den Dokumenten greifbar wird, nach der Rolle von Polizei und Justiz, oder auch nach der Stadt als Raum eines illegalen Alltags, der bereits viele Jahre vor dem Kriegsende Berlin zu prägen begann.

Autor/Autorin | Herausgeber/Herausgeberin

Malte Zierenberg (Hg.)

Malte Zierenberg, Jg. 1975, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Dissertation „Stadt der Schieber. Der Berliner Schwarzmarkt 1939-
1950“ erschien 2008. Eine englische Übersetzung des Buches erscheint 2011 bei Palgrave Mcmillan.

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