Was möchten Sie lesen?

Was sollen wir erforschen?

Schreiben Sie uns.
Archäologie als Naturwissenschaft?

Manfred K. H. Eggert / Stefanie Samida
Archäologie als Naturwissenschaft?
Eine Streitschrift
Reihe: Reihe Pamphletliteratur
Auflage: 1
Umfang: 128
Format: 11,5 x 17 cm
Ausstattung: Klappenbroschur
Abb.: 3
ISBN: 978-3-86408-154-5
Versand: kostenlos
Preis enthält 7% MwSt.
Zum Selbstverständnis der Archäologie ...

Bewertung: 3.7/5 (14 Stimmen)

12,99 €(inkl. 7 % MwSt.)

Inhalt

 Seit rund zwei Jahrzehnten ist eine deutliche Zunahme der Zusammenarbeit einiger archäologischer Fächer mit den Naturwissenschaften festzustellen. Dazu gehört besonders die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, die in dieser Streitschrift im Zentrum steht. An die Stelle des Spatens, bis vor wenigen Jahren noch traditionelles Symbol der Archäologie, sind längst moderne technische Geräte wie das Notebook getreten. Und bei der Auswertung und Deutung von Funden und Fundkontexten scheinen naturwissenschaftliche Methoden mittlerweile den ‚Königsweg‘ zu weisen. Die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, so die Kernthese der Autoren, gerate immer stärker in den Bann eines positivistisch-szientistischen Paradigmas. Gleichzeitig sind in sehr seriösen und traditionsreichen deutschen Fachzeitschriften beunruhigende Tendenzen pseudoreligiöser und esoterischer Deutungen urgeschichtlicher Phänomene zu beobachten. Solche auch über Ausstellungen, populärwissenschaftliche Literatur und Medien verbreitete Thesen finden einen starken Widerhall in der Öffentlichkeit. Sie sind damit das Gegenteil verantwortungsbewusster Popularisierung von Wissenschaft. Insgesamt, so das Fazit dieses Pamphlets, befindet sich die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie auf einem Weg, der nicht mit ihrem Selbstverständnis als vergleichend orientierte Historische Kulturwissenschaft zu vereinbaren ist.

Autor/Autorin | Herausgeber/Herausgeberin

Manfred K. H. Eggert

Manfred Eggert (geb. 1941) war zuletzt Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Stefanie Samida

Stefanie Samida (geb. 1973) ist Archäologin und Medienwissenschaftlerin und forscht derzeit am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Userkommentare
Susanne Engel schreibt:
Da ist, muss man leider sagen, die Archäologie auch ein bisschen selber schuld. Jahrzehntelang versteckte man sich im Elfenbeinturm und hielt die Öffentlichkeit außen vor. Jetzt haben die Esoteriker und Versuchswissenschaftler mit ihren Verschwörungstheorien das Terrain für sich entdeckt und breiten sich, wie ein lästiger Parasit, rasend schnell aus. Sie sprechen eine Sprache, die die Menschen verstehen, was man von Archäologen nicht immer behaupten kann. In Skandinavien und Großbritannien ist man uns da um Längen voraus. Dort werden die neuen Medien verstärkt für die verständliche Verbreitung aktueller Informationen zu Forschung und neuen Funden genutzt.
Neuen Kommentar oder Rezension hinzufügen

Zurück zur Übersicht