Andrej Seuss liest aus: Kunst, Bohème und Rinderzucht. Das schillernde Leben des Wolf von Harder zwischen Europa und argentinischem Exil

Ein schillerndes Leben zwischen den Welten: Wolfgang Baron von Harder (1897 – 1962) war Schöngeist, linker Aristokrat, an Lebensreform und sozialistischen Ideen orientiert, großer Kunstliebhaber, Dichter und Publizist – und als Homosexueller Außenseiter.
In Lindenhaus (Sasbach) mit seinen Geschwistern aufgewachsen, diente das Schloss immer wieder als Rückzugsort und als Anlaufstation befreundeter Künstler. Gut vernetzt verbrachte der Kunsthistoriker viel Zeit in Paris in der Kunstszene des Montparnasse. Das endete 1934 abrupt, da er als Homosexueller seine Verhaftung befürchten musste. Er ging nach Argentinien in ein besonderes Exil: Zur riesigen Rinderfarm seiner Eltern, die bereits 1921 Sasbach verlassen hatten. Dort versuchte er neben den Verwaltungsaufgaben der Farm einen Rest seines künstlerischen Lebens aufrechtzuerhalten und erinnerte sich in Briefen sehnsüchtig der Zeit in Sasbach und Paris zurück. Das Buch charakterisiert diese Zeit aus der Perspektive eines kunstsinnigen Intellektuellen und ermöglicht einen intimen Einblick in die europäisch-südamerikanischen Netzwerke, Gepflogenheiten, Verbindungen und Themen der Kunstszene der ersten Hälfte des 20. Jahhunderts.
Datum:
Samstag, den 21.10.2023, 19 Uhr
Lindenhaus (Sasbach) bei Uta und Joachim Vogel
in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kultur- und Heimatgeschichte (VKuH)
Freier Eintritt
Um Anmeldung wird gebeten: uta.vogel@lindenhaus.de
Mehr zum Buch: https://vergangenheitsverlag.de/shop/Kunst--Bohme-und-Rinderzucht-Das-schillernde-Leben-des-Wolf-von-Harder-zwischen-Europa-und-argentinischem-Exil_Ein-Buch-von-Andrej-Seuss-181.htm
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